Nagetiere im Regenwald: 4qua.de gibt eine tolle Übersicht

Jeder kennt die heimischen Nagetiere, die oftmals auch als Haustiere gehalten werden, doch es gibt auch im Regenwald Nagetiere. Auf anderen Kontinente gelten Nagetiere nicht unbedingt als Haustiere, sondern sind eher Nutztiere. Während in Europa kaum mehr Nagetiere gegessen werden, gelten sie auf anderen Plätzen der Erde als Delikatesse. Besonders in Peru gilt das Hausmeerschweinchen als gute Speise und wird millionenfach gegessen. Bevor wir zu den Nagetieren kommen, die im Regenwald leben, wollen wir erst erklären was Nagetiere überhaupt sind.

Was sind Nagetiere?

Nagetiere sind die artenreichste Gattung der Säugetiere. Sie sind überall auf der Erde (ausgenommen die Antarktis) zu finden und finden sich in vielen Lebensräumen zurecht. Nur wenige Nagetiere werden als Haustier gehalten, die meisten leben in freier Wildbahn und viele sind auch noch nicht sonderlich gut erforscht.

Merkmale von Nagetieren:

  • Gehen auf allen Vieren
  • Haben relativ kurze Beine
  • Zwei große, nachwachsende Nagezähne
  • Schädel auf Stärkung des Kauapparates ausgelegt

Nagetiere im Regelwald von 4qua

Auf der Erde gibt es insgesamt drei verschiedene Regenwälder:

  • Amazonas-Regenwald (Südamerika)

Bedeckt große Teile des Amazonasbeckens in Südameriak und umfasst insgesamt 9 Länder. Größter Anteil hat Brasilien. Dies ist der größte Regenwald der Erde mit ca. sechs Millionen Quadratkilometer.

 

  • Regenwald in Südostasien

Die Regenwälder leider sehr stark und sind schon über die Hälfte verschwunden. Besonders in Indonesien ist die Abholzungsrate sehr hoch.

 

  • Regenwälder in Afrika

Auch hier leiden die Regenwälder sehr stark. In Westafrika sind sie schon fast verschwunden, einzig in Zentralafrika gibt es noch größere Gebiete.

Nagetiere im Amazonas-Regenwald

Das Amazonasbecken ist sehr faszinierend, es leben dort aber auch viele gefährliche Tiere, wie zum Beispiel Riesenschlangen, Krokodile, Jaguare usw. welche eine echte Gefahr für den Menschen sein können. Darunter aber auch noch viele andere Tierarten. Es leben dort ca. 2,5 Millionen Insektenarten und 2000 verschiedene Vögel und Säugetiere. Darunter eben auch die Nagetiere.

  • Capybaras

WasserschweinDas Capybara ist auch besser bekannt als Wasserschwein und gehört wie der Name schon sagt zu der Gattung der Meerschweinchen. Das Capybara ist eines der größten Nagetiere die es gibt. Sein Gewicht kann auf über 75kg ansteigen und erreicht eine Körperlänge von über einem Meter.

Man erkennt die Wasserschweine meist an einem stämmigen Rumpf und kurzen Gliedmaßen. Auch ihr Kopf ist sehr massig und breit gebaut. Das Wasserschwein ist ein eher nachtaktives Nagetier und schützen sich tagsüber in kalten Schlammlöchern. Sie sind sehr gute Schwimmer und können sich so auf vor Feinden schützen

 

Sie leben in Herden, welche zwischen 6 und 20 Tiere groß sind. Die Wasserschweine ernähren sich hauptsächlich durch Gras.

 

  • Agutis

Die Agutis hat im vergleich zum Wasserschwein einen sehr dünnen, schmalen Körper mit langen Beinen. Sie sind auch wesentlich kleiner und erreichen eine Länge von rund 50 cm und wiegen ca. 2-4kg. Sie sind ebenfalls Pflanzenfresser, aber tagaktiv. Durch ihren schmalen Körperbau mit langen Beinen sind sie sehr schnell und können bei Gefahr gut fliehen.

 

  • Cayenne-Ratten

Die Cayenne-Ratte ist noch nicht sonderlich gut erforscht. Man weiß aber, dass sie nachtaktiv ist und meist in Erdlöchern oder ausgehölten Baumstämmen leben. Sie ernähren sich von Früchten und Pilzen. Vom Körperbau ähnelt sie dem Aguits und kann aber ihren langen Schwanz wie Eidechsen abwerfen.

 

  • Reisratten

Die Reisratten sind sonderlich groß, sie erreichen nur eine Körpergröße von ca. 15cm. Das Gewicht ist mit ca. 60g ebenfalls sehr gering. Die Reisratte ist tag- und nachtaktiv und kann gut schwimmen. Sie sind sehr weit verbreitet und gelten in einigen Plantagen als Schädlinge, weil sie sich von Früchten und Samen ernähren.

 

Nagetiere im Regenwald in Südostasien

Nagetiere Südostasien Regenwald
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  • Graubauchhörnchen

Das Graubauchhörnchen kommt hauptsächlich in Thailand und Myanmar vor. Es erreicht eine Rumpflänge von ca. 30cm und zusätzlich ist der Schwanz nochmals rund 20cm lang. Das Gewicht beträgt ca. 300g. Sie leben meist in Bäumen, kommen zur Nahrungssuche aber auch auf den Boden. Sie ernähren sich von Früchten und ein paar wenigen Insekten.

 

  • Asiatische Kletterratten

Bei der asiatischen Kletterratte ist der Schwanz mit 20cm länger als der eigentliche Körper mit 15cm. Wie der Name schon sagt, ist die asiatische Kletterratte ein guter Kletterer und lebt meistens auf Bäumen. Sie sind nachtaktive Tiere und ernähren sich von Blüten und Früchten.

  • Falbmäuse

Die Falbmaus hat eine Körpergröße von ca. 7cm und wiegt ca. 12g. Damit zählt sie zu den kleineren Nagetieren. Sie lebt vor allem im hohen Gras in der Nähe von Flüssen. Sie ist überwiegend nachtaktiv.

 

Nagetiere in Afrikas Regenwälder

  • Kongo Rotschenkelhörnchen

Das Kongo-Rotschenkelhörnchen lebt vor allem in Waldgebieten im Kongo. Sie können bis zu 15cm groß werden und zusätzlich misst der Schwanz nochmals 15cm. Sie ernähren sich vor allem durch Samen und Früchten.

 

  • Kongo Waldmaus

Die Kongo-Waldmaus hat nichts mit der europäischen Waldmaus zu tun. Die Kongowaldmaus kann eine Gesamtlänge (inklusive Schwanz) von bis zu 35cm erreichen. Sie ernährt sich hauptsächlich von Insekten.

 

  • Afrikanische Weichratten

Die Afrikanische Weichratte ist ein sehr kleines Nagetier mit nur rund 40g. Die Körperlänge beträgt ca. 12cm und ihr Schwanz ist ca. 15cm lang. Die Weichratte ist ein nachtaktives Tier und ernährt sich von Früchten und Pflanzen.

 

  • Wanderratten (Bürstenhaarmäuse)

Die Bürstenhaarmaus erreicht eine Körperlänge von bis zu 15cm. Sie lebt hauptsächlich auf dem Boden und klettert nicht. Sie sind tag- und nachtaktiv. Sie ernähren sich vor allem von Ameisen und Insekten. Pflanzliche Nahrung ist nicht so beliebt.