Hamsterkäfig Einrichtung

Um den Hamsterkäfig artgerecht einzurichten, bedarf es einiger Feinheiten, wie dem korrekten Streu oder Heu, um den Hamster beim Tunnelbau zu unterstützen. Aber auch größere und damit manchmal kostspieligere Anschaffungen sind vonnöten, um dem Tier ein optimales Zuhause bieten zu können.

Angefangen bei einem Teppich für den Käfigboden*, der aus Hanf besteht, beginnt bereits an der Unterseite des Nagerheims die Reinhaltung dessen. Ein solcher Teppich saugt Flüssigkeiten auf und hilft dabei, Ungeziefer aus dem Käfig fernzuhalten. Da ein solcher Hanfboden meist im 2er Pack geliefert wird, kann er bei der großen, im besten Fall quartalsweisen Komplettreinigung des Käfigs ausgetauscht werden.

An und für sich ist die Häufigkeit der vollständigen Säuberung eines Hamsterheims immer eine Frage, um den viel diskutiert wird. Je mehr Veränderung geschieht, desto schlechter kann das Tier bekannte Gerüche wahrnehmen. Dies spielt besonders bei den Männchen eine Rolle, da keine eigenen Markierungen mehr vorhanden sind. Solche Umstände stressen das Tier, weshalb der Innenraum des Käfigs immer nur in kleinen Teilen Veränderung genießen sollte.

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Wie viel Einstreu ist nötig?

Hamster sind dafür bekannt, lange und tief führende Tunnel zu graben. Je mehr Einstreu ihnen daher geboten wird, desto besser für die Tiere. Insgesamt lässt sich sagen, dass eine Grundeinstreu von zumindest 20cm gegeben sein müssen, um eine möglichst artgerechte Umgebung zu bieten.

Je nach Käfiggröße ist es daher vonnöten, eine entsprechende Menge Streu parat zu haben. Diese 60 Liter Säcke beinhalten aus Frischhölzern geschreddertes Streu, das geruchsbindend fungiert und vollständig kompostierbar ist.

Da etwa zwei dieser Säcke nötig sind, um einen angemessen großen Käfig auszustreuen, sorgt ein dritter Vorratssack dafür, dass für zumindest ein Quartal genug Streu vorhanden ist, um die Ausscheidungen des Tiers großflächig beseitigen zu können. Einziges Manko: Diese Packungen werden nur an Amazon PRIME Mitglieder verkauft.

Natürlich darf auch Heu* nicht fehlen, wenn es um artgerechte Hamsterhaltung geht. Zum einen, da sie wichtige Rohfaseranteile liefern, die dem Tier eine entsprechende Ergänzung zur Nahrung darbieten und zum anderen, da sie für einen frischen Duft sorgen. Weibliche Hamster riechen einmal im Monat besonders stark, da sie paarungswillig werden. Männchen hingegen markieren alles und zu jeder Zeit mit ihren Duftdrüsen. Das Heu wirkt dem ein wenig entgegen. Aufzupassen ist hier beim Kauf der Packung nur darauf, dass keine Lebensmittelmotten oder anderes Ungeziefer damit nach Hause geholt werden. Larven und andere Hinweise sind schnell zu finden, noch ehe der Sack geöffnet ist.

Auch Pflanzen sollten im Käfig einziehen dürfen

“Echtes Grün” und damit eine lebende Alternative zum toten Heu bietet zum Beispiel Katzengras*. Es gibt aber auch eigene Samensammlungen für Hamsterwiesen, auf denen hamsterfreundliche Pflanzen, wie beispielsweise Rucola, wachsen. Der Vorteil von solchen Pflanzen liegt klar auf der Hand: Das Tier bekommt ein Stück seines natürlichen Lebensraums nach Hause und weiß die Erde im Bau zu nutzen und die Pflanzen gut zu rationieren. Womöglich nicht gleich zu Beginn, da die Nagetiere in Gefangenschaft vieles verlernen oder sich zunächst erst neu anlernen müssen.

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Warum eine Nagervilla?

Da hier einerseits mehrere Kammern gegeben sind und zum anderen eine Granitplatte vorhanden ist. Mit dieser haben Hamster die Möglichkeit, sich an heißen Sommertagen abzukühlen. Die Tiere können nicht schwitzen und benetzen Ihr Fell dadurch mit Speichel. Sie drohen also zu dehydrieren.

Eine etwas teurere Anschaffung ist daher das Nagerhaus mit drei Kammern. Doch dieses ist durchaus jeden Cent wert. Neben der Tatsache, dass das Häuschen genug Platz innehat, um dem Hamster neben Wohn- und Vorratsbereich eine eigene Ecktoilette* zu bieten, verfügt es über abnehmbare Dachplatten.

Wichtige Info: Da Hamster nicht über Schweißdrüsen verfügen, müssen sie ihr Fell mit dem eigenen Speichel befeuchten. Ist kein Granitstein vorhanden, so sollte zumindest regelmäßige für frisches Wasser gesorgt sein.

Bei der Fellpflege benötigen Hamster neben den eigenen Pfötchen und bei langen Haaren die Unterstützung von Chinchillasand*. Dieser wird den Nagetieren in Behältnissen Angeboten, die es ihnen erlauben, darin zu baden. Es sorgt für einen schönen Glanz und bietet, ganz gleich dem Granit, im Sommer die Möglichkeit zur Abkühlung. Tipp: An ganz heißen Tagen den Sand für zehn Minuten vor der Aufstehzeit des Hamsters in den Kühlschrank stellen.

Ein großes Laufrad ist essentiell.

Fakt ist leider, dass der Kauf eines falschen Laufrads eine der häufigsten Todesursachen für Hamster ist. Grund hierfür ist immer die Tatsache, dass die Tiere dabei keine gesunde Körperhaltung einnehmen und beim Laufen ihre gesamte Wirbelsäule krümmen. Ein Hamsterrad, das groß genug bemessen ist, gehört daher zur Grundausstattung eines jeden artgerechten Käfigs. Nur so wird gewährleistet, dass der kleine Nager problemlos darin stehen kann, ohne dabei die eigene Haltung verändern zu müssen.

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Hamsterräder, deren Lauffläche mehr als 28 cm erreichen, sind äußerst selten und dann meist nicht von guter Qualität. Wichtig ist bei der Auswahl des geeigneten Laufzubehörs auf jeden Fall, dass zwischen dem Standfuß und dem Rad selbst kein allzu hoher Abstand besteht. So wird verhindert, dass sich der Hamster bei seiner Entdeckungsreise darin einklemmen kann. Auch ist von hoher Bedeutung, dass diese Räder immerzu von nur einer Seite zu betreten sind. Das Tier kann sich während des Laufens nicht verletzen und fällt etwaigen Scherenbeinen somit nicht zum Opfer.

Holzlaufrädern wird oft nachgesagt, dass sie eiern oder sehr laut sind. Fakt ist, dass sie bei Berührung mit Heu ordentlich zu lärmen beginnen. Da es aber aufgrund ihrer Nachtaktivität ohnehin zu empfehlen ist, den Käfig nicht im Schlafzimmer aufzustellen, sollte das kein allzu großes Problem darstellen.

Wichtige Info: Hamster erhalten durch das Laufrad eine Menge Bewegung und decken damit den größten Teil ihres Bedarfs ab. Stehen die kleinen Nagetiere unter Stress, reagieren sie sich außerdem im Hamsterrad ab. Problematisch wird es, wenn bräunliche Linien darin zu sehen sind, denn dann hat sich das kleine Tier die Pfötchen darin wund gelaufen. In so einem Fall gilt es dementsprechend zu erörtern, wodurch der Stress des Tieres verursacht wird: Hat es zu wenig Sichtschutz oder Möglichkeiten, um sich bei Bedarf zu verstecken? Wird der Hamster zu oft in seinem Schlafrhythmus gestört oder der Käfig zu oft geöffnet, während er sein Fell pflegt und dabei Ruhe möchte? Diese und weitere Störungen können ein Grund dafür sein.

Einkaufsliste für Hamsterkäfig Einrichtung: