Der richtige Hamsterkäfig

Laut Schweizer Tierschutz (STS abgekürzt) wird ein Hamsterkäfig mit den Maßen 150cm x 75cm und einer Höhe von mindestens 30cm für die kleinen nachtaktiven Tiere empfohlen. Wer handwerklich kein Geschick an den Tag legt und dadurch nicht in der Lage ist, einen eigenen Käfig zu bauen, benötigt gute Alternativen. Diese werden auf dieser Website aufgezeigt. Zu den hochqualitativen Varianten zählen hier definitiv Käfige, die nicht mit Gitterstäben konzipiert worden sind. Grund dafür ist, dass die Gitterstäbe zum einen oft mit einem Material ummantelt sind, das bei intensivem Nagen giftig für den Hamster sein kann.

Obendrein lassen sie sich meist sehr leicht durchbeißen und stellen so eine große Verletzungsgefahr dar. Hinzu kommt, dass die Stäbe oftmals nicht gut verarbeitet sind und die Tiere dabei eine großflächige Schürfwunde erhalten können. Oftmals entwickelt sich auch ein regelrechter Zwang der Tiere, daran zu nagen. Laut verschiedener Studien treibt das entstehende Geräusch die Tiere ironischerweise dazu an, mit dem Nagen fortzufahren, um ebendieses Geräusch loszuwerden.

Ein weiterer Punkt, der eindeutig gegen einen Hamsterkäfig spricht, der aus einem unteren Kunststoffuntersatz und einem oberen Metallgitterkasten besteht, wäre die Einstreuhöhe. Hamster benötigen Streu in der Höhe von mindestens 20cm, wenn auch nur stellenweise, um ihrem Wühltrieb nachgehen zu können.

Habau Nagerhaus Großer Holzkäfig Eschenkäfig Benny Elmato Spielkiste
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Terrarien oder eigens auf kleine Nagetiere ausgelegte Holzkäfige eignen sich in der Regel am besten zur Hamsterhaltung. Da die Tiere, je nach Rasse, zumeist Einzelgänger sind, bedarf es lediglich des Platzes für ein Hamsterrad und ein Häuschen; der Rest kann auf unterschiedlichen Etagen platziert werden. Das Resultat: Ein richtiger Erlebnispark für das Tier. Einzig die dsungarischen Zwerghamster (kurz auch Dsungaren genannt) leben zum größten Teil friedlich in Gruppen. Ähnlich den Meerschweinchen kommt es aber auch hier oft zu blutigen Machtkämpfen.

Beim Kauf eines artgerechten Hamsterkäfigs muss vor allem beachtet werden, dass die kleinen Tiere ihre üblichen Abläufe an Bewegungen ausleben können. Der Käfig benötigt also eine Grundfläche von mindestens einem Quadratmeter, damit neben Rückzugs- und Beschäftigungsmöglichkeiten noch genügend Platz ist, um ausgiebig zu wühlen.

Hamster bauen sich, solange ihnen die Gelegenheit dazu geboten wird, gewölbeartige Tunnelsysteme. Diese stabilisieren sie mit unterschiedlichen Nistmaterialien, wie etwa Stroh, geruchslosen Taschentüchern, farblosen Kartonagen oder sogar Knabberstöckchen, wenn sie diese für geeignet befinden. Um dies zu ermöglichen, ist eine Einstreuhöhe von mindestens 15cm bis 20cm vonnöten.

Besonders Hamsterkäfige, die sich von oben öffnen lassen, eignen sich hierfür gut. Andere Varianten bieten dafür oftmals Schiebetüren mit einem entsprechenden Streuschutz an. Alternativ sind auch die beweglichen Öffnungen oft höher angesetzt, um eine bessere Wühlmöglichkeit zu gewährleisten. Die vier auf dieser Seite eingebetteten Hamsterkäfige entsprechen in ihrer Höhe dem, was einem Hamster hier zugutekommt. Einzig so manch eine tiefliegende Etage kommt bei einer hohen Einstreu nicht zur Geltung. Dafür stellt diese für den Hamster jedoch keinerlei Gefahr dar. Vermutlich wird er versuchen, daran zu kratzen, um festzustellen, ob er nicht doch vorankommt und den Tunnel nach oben bauen kann, aber das war’s dann auch schon.

Die Vorteile eines artgerechten Hamsterkäfigs liegen also klar auf der Hand:

  • genug Einstreuhöhe für Tunnelbau
  • genug Platz für artgerechte Einrichtung
  • einfache Reinigung

  • keine giftigen Metalle / Legierungen / Farben
  • glattes Luftgitter, sodass keine Verletzungsgefahr besteht

Wichtig ist selbstverständlich, dass trotz (Plexi-)Glas für ausreichende Belüftung gesorgt wird. Dies geschieht durch sogenannte Atmungsgitter. Da die Hamsterkäfige speziell auf die kleinen Nager ausgerichtet sind, können diese spezielles Atmungsgitter nicht einfach ohne Weiteres durchgenagt werden. Selbst Käfige, die aus Holz gearbeitet sind, berücksichtigen das Nageverhalten der Tiere, die später darin gehalten werden sollen. Einerseits bleiben sie natürlich zweckdienlich und bieten dem Besitzer zumindest eine einsehbare Seite. Andererseits wird, anders als beim Selbstbau, keine Stelle übersehen, die angenagt werden könnte. So wird der ungewollte Ausbruch der kleinen Nager vermieden.

Dass der Hamsterkäfig von vorne zu öffnen ist, stellt übrigens nicht nur wegen der möglichen Einstreuhöhe ein wichtiges Kaufkriterium dar, sondern unterstützt den Tierhalter dabei, das Tier bei der Entnahme nicht zu erschrecken. Die natürlichen Feinde der kleinen Nagetiere sind vor allem Greifvögel. Aus diesem Grund nimmt ein Hamster schnell eine Angriffsposition ein, sollte er einen Schatten über sich bemerken. Andernfalls stellt er sich tot oder flüchtet. In jedem Fall verursacht dies allerdings großen Stress für die kleinen Tiere.

Bildquelle: Flickr

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